Die Planung eines Neubaus ist ein komplexes Unterfangen, bei dem zahlreiche Vorschriften zu beachten sind. Gerade in Gebäuden mit Aufzügen treffen dabei zwei zentrale Anforderungen des Baurechts aufeinander: der bauliche Brandschutz und die Energieeffizienz gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG). Der Aufzugsschacht selbst ist im Brandfall eine Gefahr, da er wie ein vertikaler Kamin wirkt und Rauch schnell in alle Etagen zieht. Daher muss der Schacht zwingend eine Öffnung zur Rauchableitung besitzen.

Das Problem: Diese vorgeschriebene Öffnung führt bei herkömmlichen Lösungen zu einem ständigen Wärmeverlust. Die teuer beheizte Luft entweicht unkontrolliert, was die Energiebilanz des gesamten Gebäudes massiv verschlechtert und hohe laufende Kosten verursacht.
To resolve this conflict between safety and sustainability, modern elevator smoke extraction systems are required. We therefore interviewed Valva GmbH, a specialist in certified smoke and heat exhaust ventilation (SHEV) solutions, to answer building owners‘ crucial questions regarding planning reliability, compliance with standards, and long-term cost savings.
Brandschutz vs. Energieeffizienz – der Konflikt
Hausbau Blog & Bautagebuch:
The legal requirement for elevator smoke extraction necessitates an opening for smoke venting, which contradicts the German Building Energy Act (GEG) and the requirement for airtightness. How can modern elevator smoke extraction systems technically resolve this conflict? What role do thermally broken and insulated dampers play in the dew point to permanently prevent uncontrolled heat loss and moisture problems in the shaft?
Die Geschäftsführung der Valva GmbH:
Der Konflikt entsteht, weil die Bauordnung eine wirksame Rauchableitung aus dem Aufzugsschacht ins Freie verlangt, während das GEG gleichzeitig eine luftdichte und wärmebrückenfreie Gebäudehülle fordert. In der Praxis führt dies bei vielen herkömmlichen Lösungen insbesondere bei einfachen Blechklappen zu erheblichen Problemen mit Wärmeverlusten, Tauwasserbildung oder Feuchteschäden im Schachtkopf.
Technisch sauber lässt sich dieser Konflikt nur lösen, wenn die Entrauchung vollständig in die gedämmte Gebäudehülle integriert wird. Das bedeutet: Die Klappe muss wärmegedämmt, thermisch getrennt und dauerhaft luftdicht sein, sodass sie im Normalbetrieb die Energieeffizienz des Gebäudes nicht beeinträchtigt. Öffnen sollte sie ausschließlich im Brandfall, zu Wartungszwecken oder, falls gewünscht, zu Lüftungszwecken.
Genau auf diesem Prinzip basiert unsere patentierte Valva-Konstruktion. Wir kombinieren einen L90-Brandschutzkanal mit einer vollständig in der Dämmebene liegenden Entrauchungsklappe, die sowohl energetisch als auch brandschutztechnisch den Anforderungen entspricht. Durch diese Konstruktion entstehen keine Wärmebrücken, die Luftdichtheitsebene bleibt erhalten, und Feuchtigkeit kann sich im Schachtkopf nicht bilden.
Für Planer, Architekten und Bauherren bedeutet das: Mit dieser Systemlösung lässt sich die gesetzlich geforderte Aufzugsschachtentrauchung normgerecht umsetzen, ohne die energetische Qualität der Gebäudehülle zu gefährden ein Punkt, der gerade bei modernen, hocheffizienten Gebäuden immer wichtiger wird.
Bauliche Planung und die Systemkomponenten
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Welche spezifischen Komponenten abgesehen von der Entrauchungsklappe selbst sind für ein normgerechtes und effizientes System essenziell? Welche Bedeutung haben der L90-Brandschutzkanal und die aerodynamische Haube für die sichere Rauchgasableitung? Und wann in der Bauphase sollte der Bauherr oder Planer idealerweise Kontakt mit der Valva GmbH aufnehmen, um Planungsfehler zu vermeiden?
Die Geschäftsführung der Valva GmbH:
Eine normgerechte Aufzugsschachtentrauchung besteht immer aus einem Gesamtsystem. Neben der Entrauchungsklappe selbst gehören zwingend weitere technische Komponenten dazu, damit die Anlage im Brandfall zuverlässig funktioniert. Dazu zählen insbesondere die Steuerzentrale, die optischen Rauchmelder im Schacht sowie der Nottaster für die Feuerwehr im Erdgeschoss.
Eine ebenso wichtige Rolle spielt der L90-Brandschutzkanal, der den Aufzugsschacht als eigenen Brandabschnitt schützt und durch die Dachhaut hindurchgeführt wird. Nur ein solcher durchgehender L90-Aufbau gewährleistet, dass der notwendige Brandschutz bis außerhalb des Gebäudes erhalten bleibt ein Punkt, der bei vielen herkömmlichen Lösungen nicht erfüllt wird.
Darüber hinaus ist eine windrichtungsunabhängige, aerodynamisch optimierte Haube entscheidend. Sie sorgt dafür, dass Rauchgase auch bei wechselnden Windrichtungen, Unterdruck oder Schneelasten zuverlässig abgeführt werden und gleichzeitig kein Regen oder Schnee in das System eindringt besonders relevant bei Steildächern.
Was den richtigen Zeitpunkt angeht: Idealerweise sollten Planer oder Bauherren bereits in der Planungsphase mit uns sprechen. Allerdings wissen wir aus der Praxis, dass die Entrauchung im Bauablauf häufig erst spät berücksichtigt wird. Dies stellt für uns jedoch kein Problem dar, denn wir übernehmen alle notwendigen Gewerke Zimmerer-, Dachdecker-, Trockenbau- und Elektroarbeiten aus einer Hand und geben darauf selbstverständlich auch die Gewährleistung.
Durch diesen gewerkeübergreifenden Aufbau funktioniert unsere patentierte Haubenkonstruktion und das darauf abgestimmte System in jedem Gebäude und ist für alle Dachformen, insbesondere Steildächer, geeignet. Auch in späten Projektphasen können wir so eine vollständige, normgerechte Aufzugsschachtentrauchung herstellen, ohne dass Planungsfehler oder Schnittstellenprobleme entstehen.
Kostenbetrachtung und langfristige Einsparung
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Die Anschaffung zertifizierter moderner Systeme zur Aufzugsschachtentrauchung ist mit Kosten verbunden. Wie lassen sich diese Ausgaben langfristig durch die Vermeidung von Energieverlusten und Bauschäden rechtfertigen? Mit welchen realistischen Einsparungen bei den jährlichen Heizkosten kann ein Immobilienbetreiber im Vergleich zu einer einfachen, dauerhaft offenen Entrauchungslösung rechnen?
Die Geschäftsführung der Valva GmbH:
Zertifizierte Entrauchungssysteme sind in der Anschaffung teurer, amortisieren sich jedoch über den Lebenszyklus sehr schnell. Eine dauerhaft offene oder energetisch schlecht ausgeführte Entrauchungsöffnung wirkt wie ein Kamin: Über den Aufzugsschacht entweicht kontinuierlich warme Luft, was zu spürbar höheren Heizkosten und häufig auch zu Feuchte- und Bauschäden im Schachtkopf führt.
Unsere patentierte Valva-Konstruktion verhindert genau das. Die wärmegedämmte, thermisch getrennte Klappe liegt vollständig in der Dämmebene und der L90-Brandschutzkanal wird durch die Dachhaut geführt. Dadurch bleibt die Gebäudehülle geschlossen und die Klappe öffnet nur im Brandfall oder, falls gewünscht, zu Wartungs- oder Lüftungszwecken.
In der Praxis sehen wir bei offenen Systemen jährliche Heizkostenverluste von mehreren Hundert Euro. Realistisch sind Einsparungen von 300 bis 800 Euro pro Jahr, abhängig von der Gebäudegröße und Schachthöhe auch deutlich mehr. Hinzu kommt die Vermeidung von Feuchte- oder Schimmelschäden, die schnell Sanierungskosten im vier- bis fünfstelligen Bereich verursachen können.
Damit rechnet sich ein hochwertiges System nicht nur energetisch, sondern schützt auch langfristig die Bausubstanz.
Zuständigkeiten und rechtliche Verantwortung
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Gerade im Brandschutz sind die Verantwortlichkeiten komplex. Wer trägt die letzte Verantwortung für die korrekte Auswahl und Installation des Entrauchungssystems der Bauherr, der Architekt, der Fachplaner oder der Aufzugshersteller? Und welche Konsequenzen drohen dem Betreiber bei Nichtbeachtung der relevanten europäischen Normen und nationalen Bauvorschriften im Schadensfall?
Die Geschäftsführung der Valva GmbH:
Im Brandschutz ist die Verantwortung klar verteilt:
- Der Bauherr trägt die Gesamtverantwortung für ein normgerechtes Gebäude.
- Die fachliche Verantwortung für Auswahl, Planung und Dimensionierung der Aufzugsschachtentrauchung liegt beim Architekten bzw. Fachplaner, da sie die Vorgaben aus Landesbauordnung, MLAR und den europäischen Normen umzusetzen haben.
- Der Aufzugshersteller ist nur für die Aufzugsanlage selbst zuständig nicht für das Entrauchungssystem im Schachtkopf. Genau deshalb kommt es in der Praxis häufig zu Schnittstellenproblemen.
- Für die korrekte Installation ist das ausführende Unternehmen verantwortlich.
Durch unsere patentierte Valva-Komplettlösung, bei der wir alle Gewerke vom L90-Brandschutzkanal über die Klappe in der Dämmebene bis hin zu Dach- und Elektroarbeiten selbst ausführen, vermeiden wir diese Schnittstellen vollständig und übernehmen die entsprechende Gewährleistung.
Bei Missachtung relevanter Normen drohen dem Betreiber im Schadensfall Leistungskürzungen durch die Versicherung, behördliche Nutzungsuntersagungen und im Extremfall auch haftungsrechtliche Konsequenzen. Eine normgerechte Ausführung ist daher nicht nur Pflicht, sondern schützt auch wirtschaftlich.
Smart-Building-Integration und Wartung
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Welche Möglichkeiten bieten moderne Systeme zur Aufzugsschachtentrauchung in Bezug auf die Integration in die Gebäudeleittechnik (Smart Home / Smart Building)? Wie kann die Steuerung des Systems mit anderen Brandschutzanlagen (BMA oder RWA) vernetzt werden? Und welche Wartungspflichten müssen Betreiber in regelmäßigen Intervallen erfüllen, um die Funktionssicherheit des Systems jederzeit zu gewährleisten?
Die Geschäftsführung der Valva GmbH:
Moderne Systeme zur Aufzugsschachtentrauchung lassen sich problemlos in die Gebäudeleittechnik integrieren. Unsere Steuerzentralen können über potenzialfreie Kontakte oder Busschnittstellen an Smart-Building-Systeme, GLT, Brandmeldeanlagen (BMA) oder vorhandene RWA-Steuerungen angebunden werden. So lassen sich Zustände wie „Klappe offen/geschlossen“, Störmeldungen oder Rauchdetektion zentral visualisieren.
Auch die Vernetzung mit anderen sicherheitsrelevanten Anlagen ist standardisiert möglich, beispielsweise:
- Auslösung über die BMA,
- Zusammenschaltung mit Treppenraum-RWA,
- Weiterleitung der Schacht-Störmeldung an die GLT.
Was die Wartung betrifft, gilt: Entrauchungssysteme sind sicherheitsrelevante Anlagen und müssen gemäß Herstellervorgaben und den einschlägigen Normen mindestens einmal jährlich gewartet werden. Dazu gehören die Prüfung der Steuerzentrale, der Rauchmelder, des Nottasters, der Klappe, der Haube sowie des gesamten L90-Brandschutzkanals.
Unsere Valva-Komplettlösung hat den Vorteil, dass alle Komponenten inklusive Dach-, Holzbau- und Elektroarbeiten aus einer Hand stammen. Dadurch ist die Wartung übersichtlich, die Funktionskontrolle eindeutig und es gibt keine Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Gewerken oder Herstellern.
So bleibt das System dauerhaft funktionssicher und erfüllt jederzeit die Anforderungen aus MLAR, DIN/EN und den bauordnungsrechtlichen Vorgaben.



