Die Energiewende, smartes Wohnen und die steigenden Ansprüche von Bauherren prägen die Elektrobranche stärker denn je. Wer heute ein Haus baut oder saniert, merkt schnell: Elektrotechnik ist weit mehr als nur Kabelziehen sie ist das Nervensystem des modernen Zuhauses. Doch wie findet man in Zeiten von Fachkräftemangel und rasantem technischem Wandel den richtigen Partner für das eigene Bauvorhaben?

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Wir vom Hausbau Blog werfen heute einen Blick hinter die Kulissen eines Traditionsbetriebs, der den Wandel aktiv gestaltet. Das Unternehmen Elektro Hartinger aus Rosenheim steht exemplarisch für die Verbindung von technischem Know-how und einer klaren Vision für die Zukunft des Wohnens. Inhaberin Julia Hartinger erklärt im Interview, welche Trends Bauherren kennen sollten und warum der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung stehen muss.
Das Interview: Handwerk trifft Innovation
Frau Hartinger, Elektro Hartinger ist seit vielen Jahren eine feste Instanz am Markt. Was ist Ihr Erfolgsrezept, um sich als Experte für Smart Home in Rosenheim und Elektrounternehmen dauerhaft zu behaupten?
Unser Erfolgsrezept ist eine Kombination aus handwerklicher Qualität, Verlässlichkeit und langfristigem Denken. Wir setzen auf saubere Arbeit, klare Absprachen und ein starkes Team. Gerade als Familienunternehmen denken wir nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Das schafft Vertrauen, das besonders für Bauherren, die oft nur einmal im Leben ein großes Projekt stemmen, extrem wichtig ist.
Auf unserem Blog beschäftigen wir uns viel mit den Themen Smart Home und Photovoltaik. Welche Trends beobachten Sie derzeit bei Ihren Kunden besonders aufmerksam?
Der Bedarf an vernetzten, komfortablen und zukunftssicheren Lösungen steigt massiv. Kunden wünschen sich heute Systeme, die miteinander kommunizieren von der Heizungssteuerung bis zur Ladeinfrastruktur für das E-Auto. Diese Entwicklung erfordert nicht nur technisches Wissen, sondern eine ganzheitliche Planung bereits in der frühen Bauphase.
Digitalisierung ist ein großes Schlagwort. Wie digital ist Ihr Unternehmen heute schon aufgestellt – intern wie extern?
Digitalisierung ist für uns ein Werkzeug, um die Qualität für den Kunden zu steigern. Intern arbeiten wir mit digitalen Projekt- und Dokumentationsprozessen. Das sorgt für Transparenz: Der Kunde weiß genau, was wann passiert. Extern setzen wir auf moderne Kommunikation und strukturierte Angebotsprozesse. Aber wir wissen auch: Digitalisierung funktioniert nur, wenn die Menschen sie mittragen.
Der Fachkräftemangel betrifft das gesamte Handwerk. Wie gelingt es Ihnen, gute Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden?
Gute Mitarbeiter gewinnt man über echte Wertschätzung und Entwicklungsperspektiven. Wir investieren bewusst in die Ausbildung und ein positives Betriebsklima. Wer sich ernst genommen fühlt und den Sinn in seiner Arbeit sieht, bleibt auch langfristig motiviert und das merkt der Kunde am Ende auf der Baustelle.
Sie sind Geschäftsführerin und Handwerkerin mit Leidenschaft. Wie meistern Sie den Spagat zwischen Büro, Führung und der Arbeit vor Ort?
Das gelingt durch klare Prioritäten und ein starkes Team. Dass ich die Abläufe auf der Baustelle aus eigener Erfahrung kenne, hilft mir in der Führung enorm. Ich weiß, wo die Herausforderungen liegen. Moderne Führung bedeutet für mich aber auch, Verantwortung zu delegieren und Strukturen zu schaffen, die auch ohne mein ständiges Eingreifen funktionieren.
Welchen Stellenwert hat die Kundenorientierung in Ihrem täglichen Betrieb?
Sie ist das Herzstück. Das beginnt bei einer ehrlichen Beratung oft bremsen wir übersteigerte Technik-Euphorie auch mal zugunsten der Praxistauglichkeit – und endet bei einer sauberen Übergabe. Gerade im Handwerk entsteht Vertrauen nicht durch Marketingfloskeln, sondern durch konsequentes Handeln.
Viele junge Menschen zögern vor einer Karriere im Handwerk. Was muss sich ändern, um den Beruf attraktiver zu machen?
Wir müssen das Handwerk moderner und sichtbarer machen. Es bietet hervorragende Karrierechancen und ist heute technisch extrem anspruchsvoll. Wir müssen zeigen, dass man hier aktiv an der Energiewende mitschraubt und echte Werte schafft.
Worauf sind Sie bei Elektro Hartinger besonders stolz?
Auf unser Team und den Zusammenhalt. Dass wir gemeinsam komplexe Großprojekte meistern und dabei trotzdem bodenständig und nahbar für unsere Kunden in der Region geblieben sind, macht mich stolz.
Gibt es Projekte in Ihrer Firmengeschichte, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Das sind meist die Projekte, bei denen viele Gewerke unter hohem Zeitdruck perfekt zusammenarbeiten mussten. Wenn am Ende alles ineinandergreift und das Licht im neuen Heim des Kunden zum ersten Mal angeht, ist das immer ein besonderer Moment.
Zum Abschluss: Wo sehen Sie Elektro Hartinger in fünf bis zehn Jahren?
Als modernes, zukunftssicheres Unternehmen, das technisch am Puls der Zeit bleibt, aber seine Wurzeln nicht vergisst. Wir wollen weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber und ein verlässlicher Partner für alle Bauherren in der Region sein.



