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Dachpappe verlegen: So wird die Dachfläche dauerhaft dicht

Inhaltsverzeichnis

Dachpappe gehört zu den klassischen Materialien, wenn es um eine einfache und zuverlässige Abdichtung von kleineren Dachflächen geht. Gerade bei Gartenhäusern, Schuppen, Garagen oder Carports ist sie oft die erste Wahl, weil sie vergleichsweise günstig ist und sich mit etwas handwerklicher Erfahrung selbst verlegen lässt.

Damit die Dachhaut aber tatsächlich dicht bleibt, kommt es auf die richtige Auswahl der Bahnen, eine sorgfältige Vorbereitung der Dachkonstruktion und eine saubere Verlegung an. Der folgende Beitrag zeigt Schritt für Schritt, wie Dachpappe verlegt wird, welche Varianten es gibt und worauf besonders zu achten ist.

Wann ist Dachpappe die passende Lösung für Dachflächen?

Dachpappe eignet sich vor allem für Dachflächen, die nicht dauerhaft als Aufenthaltsbereich genutzt werden und bei denen ein funktionaler Witterungsschutz im Vordergrund steht. Das betrifft in der Praxis vor allem Dächer von Gartenhäusern, Geräteschuppen, Garagen, Carports oder einfachen Anbauten. Auch auf einfachen Schrägdächern mit ausreichender Dachneigung wird Dachpappe häufig eingesetzt, etwa als Unterlage unter Dachziegeln oder als Decklage auf Nebengebäuden.

Entscheidend ist, welche Aufgabe die Dacheindeckung erfüllen soll. Wird eine beheizte Wohnfläche geschützt oder ist das Dach regelmäßigen Belastungen ausgesetzt, gelten deutlich höhere Anforderungen an Abdichtung, Aufbau und Statik. In diesen Fällen kommen eher mehrlagige Bitumenbahnen, kombinierte Dachaufbauten mit Dämmung oder andere Systeme zum Einsatz, die in der Regel ein Dachdeckerbetrieb plant und ausführt. Für einfache Dächer, bei denen es vor allem darum geht, die Dachkonstruktion vor Wasser zu schützen, ist Dachpappe dagegen eine robuste und wirtschaftliche Möglichkeit.

Wichtig ist auch der Blick auf die Nutzung. Ein Flachdach, das später als Terrasse dienen soll, stellt andere Anforderungen an Abdichtung, Schutzschichten und Aufbau als das Dach eines Schuppens. Dachpappe lässt sich zwar vielseitig verwenden, ihre Grenzen sind aber erreicht, wenn hohe punktuelle Belastungen, dauerhaft stehendes Wasser oder komplexe Anschlusspunkte vorliegen.

Welche Arten von Dachpappe und Bitumenbahnen gibt es?

Wer Dachpappe verlegen möchte, hat heute eine große Auswahl an Dachdichtungsbahnen auf Bitumenbasis. Hinter dem Begriff Dachpappe verbergen sich unterschiedliche Produkte, die sich in Aufbau, Verarbeitung und Haltbarkeit deutlich unterscheiden.

Klassische Dachpappe besteht aus einem Trägermaterial, das mit Bitumen getränkt ist. Als Träger kommen zum Beispiel Glasvliese oder Polyester zum Einsatz. Auf der Oberseite sorgt eine Bestreuung mit Sand, Schiefersplittern oder Granulat dafür, dass die Bahnen widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung und mechanische Belastungen werden. Je nach Aufbau sind die Bahnen als einfache Unterlage oder als Decklage geeignet.

Daneben gibt es selbstklebende Bitumenbahnen, die auf der Unterseite eine Klebeschicht besitzen. Sie werden nach Entfernen der Schutzfolie direkt auf den vorbereiteten Untergrund geklebt. Diese Variante ist für Heimwerker besonders interessant, weil sich damit Dachpappe verlegen lässt, ohne mit einem Brenner zu arbeiten.

Eine weitere Gruppe sind Schweißbahnen. Sie werden mit einem Gasbrenner aufgeschweißt und verbinden sich so vollflächig mit dem Untergrund oder der darunterliegenden Lage. Schweißbahnen sind besonders widerstandsfähig, erfordern aber Erfahrung im Umgang mit offener Flamme und eine geeignete Unterkonstruktion.

Auch bituminöse Dachschindeln zählen im weiteren Sinn zu den Bitumenpappen. Sie kommen häufig auf kleineren Satteldächern von Gartenhäusern zum Einsatz, wenn neben der Abdichtung auch eine optisch ansprechende Deckung gewünscht ist.

Für die Auswahl spielen mehrere Eigenschaften eine Rolle: Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen, UV- Beständigkeit, Verarbeitungsart, vorgesehene Dachneigung und gewünschte Nutzungsdauer. Je höher die Beanspruchung der Dachfläche, desto hochwertiger sollte die gewählte Bitumenbahn sein und desto eher empfiehlt sich eine mehrlagige Deckung.

Wie sollte die Dachfläche vorbereitet werden?

Damit das Verlegen von Dachpappe funktioniert und die Abdichtung lange hält, ist eine sorgfältige Vorbereitung der Dachfläche entscheidend. Schon an dieser Stelle werden viele Weichen gestellt, die über die spätere Haltbarkeit entscheiden.

Zunächst braucht es einen tragfähigen, ebenen Untergrund. Bei Gartenhäusern oder Garagen besteht dieser meist aus einer Holzschalung oder aus OSB-Platten. Diese sollten vollflächig verschraubt sein, ohne lose Bretter, hochstehende Kanten oder Spalten. Ein leichtes Gefälle ist wichtig, damit Wasser sicher ablaufen kann. Bei Flachdächern hat sich ein Gefälle von rund 2 Prozent bewährt, um stehendes Wasser möglichst zu vermeiden.

Ist bereits eine alte Dachpappe vorhanden, wird diese genau geprüft. Risse, Blasen, stark abgewitterte Bereiche oder offene Nähte sind ein Hinweis darauf, dass die alte Schicht nicht mehr als zuverlässige Unterlage dient. In solchen Fällen wird die alte Dachpappe besser entfernt und der Untergrund neu aufgebaut. Nur wenn die vorhandene Schicht noch weitgehend intakt ist und fest anliegt, kann sie mit geeigneten Produkten vorbereitet und als Unterlage genutzt werden.

Vor dem Verlegen wird die Dachfläche gründlich gereinigt. Staub, lose Splitter, alte Nägel, Schraubenreste und andere Fremdkörper gehören nicht unter die neue Abdichtung, da sie später zu punktuellen Belastungen und Undichtigkeiten führen können. Die Dachfläche muss vollständig trocken sein. Das Verlegen bei Regen, Nebel, Frost oder sehr hoher Luftfeuchtigkeit birgt die Gefahr, Feuchtigkeit unter der Dachpappe einzuschließen.

Ein weiterer Punkt ist die Mengenplanung. Die Dachfläche wird inklusive geplantem Überstand ausgemessen. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Bahnen sich überlappen und an Traufe und Giebelseiten ein Überstand eingeplant wird. Es ist sinnvoll, etwas Reserve einzuplanen, damit an Anschlüssen, am Dachfirst oder an Durchdringungen ausreichend Material zur Verfügung steht.

Eine kurze Checkliste für die Vorbereitung kann wie folgt aussehen:

  • Untergrund prüfen: tragfähige Holzschalung oder OSB ohne lose Stellen
  • Gefälle kontrollieren: Wasser darf nicht in Pfützen stehen bleiben
  • Alte Dachpappe bewerten: intakt oder sanierungsbedürftig
  • Dachfläche reinigen: Fremdkörper, Staub und lose Teile entfernen
  • Trocknung sicherstellen: keine Restfeuchte im Untergrund
  • Dachfläche und Materialmenge genau ausmessen, Überstand einplanen

Sind diese Punkte abgearbeitet, ist eine solide Basis geschaffen, auf der sich Dachpappe verlegen lässt, ohne dass von Beginn an Schwachstellen entstehen.

Wie funktioniert die Verlegung der Dachpappe Schritt für Schritt?

Das Verlegen der Dachpappe folgt einem nachvollziehbaren Ablauf. Wird systematisch gearbeitet und werden einige Regeln beachtet, entsteht eine dichte und langlebige Dachabdichtung.

Schritt 1: Bahnen planen und zuschneiden

Zu Beginn wird festgelegt, wie die Bahnen auf der Dachfläche liegen sollen. In der Regel verläuft die Verlegung quer zur Dachneigung. So kann Wasser besser über die Überlappungen ablaufen. Die erste Bahn beginnt an der tiefsten Stelle des Dachs, also an der Traufe. Bereits jetzt werden die Überstände an den Dachkanten eingeplant, üblicherweise etwa 10 Zentimeter.

Die benötigten Stücke werden am Boden auf eine handliche Länge zugeschnitten. Das erleichtert das Arbeiten auf dem Dach und sorgt für saubere Schnitte. Beim Zuschneiden gilt es zu berücksichtigen, dass sich die Bahnen um mehrere Zentimeter überlappen. Diese Überlappungen sind ein zentraler Baustein der späteren Dichtung.

Schritt 2: Erste Bahn verlegen und befestigen

Die erste Bahn wird an der Traufe ausgerollt, ausgerichtet und glattgezogen. Falten sollten dabei vermieden werden. Der Überstand an der Dachkante sorgt später dafür, dass Wasser von der Dachfläche weggeführt wird.

Die Befestigung der ersten Bahn erfolgt in der Regel mechanisch mit Dachpappennägeln. Sie werden im oberen Bereich der Bahn in regelmäßigen Abständen eingeschlagen. Die Nägel sollten bündig sitzen und die Bahn nicht beschädigen. Besonders an den Rändern ist eine ausreichende Befestigung wichtig, damit Windangriff und Bewegung der Dachkonstruktion keine Spannungen in die Dachhaut bringen.

Schritt 3: Weitere Bahnen der ersten Lage verlegen

Im nächsten Schritt folgt das Verlegen der weiteren Bahnen der ersten Lage. Sie werden immer mit einer definierten Überlappung verlegt. Üblich sind etwa 8 bis 10 Zentimeter. An der Überlappung kann zusätzlich ein geeigneter Kaltkleber verwendet werden, damit die Bahnen nicht nur mechanisch, sondern auch flächig aneinander haften.

Beim Verlegen der Dachpappe ist darauf zu achten, dass die Bahnen gerade in der Lage bleiben und keine Hohlräume entstehen. Jede neue Bahn überdeckt den oberen Rand der vorherigen Bahn. So entsteht eine Art Schuppenstruktur, in der Wasser immer über die Überlappungen nach unten ablaufen kann und nicht gegen die Fuge läuft.

Schritt 4: Dachfirst ausbilden

Auf einem Satteldach oder anderen Schrägdächern spielt der Dachfirst eine besondere Rolle. Hier treffen zwei Dachflächen aufeinander. Um an dieser Stelle eine dichte Lösung zu schaffen, wird eine zusätzliche Bahn vorbereitet, die den First übergreift.

Diese Bahn sollte so breit sein, dass sie beide Dachflächen ausreichend überlappt. Sie wird mittig am First ausgerichtet, über die Dachneigung hinweggezogen und an beiden Seiten nach den gleichen Grundsätzen befestigt. Die Befestigung erfolgt so, dass keine direkte Wasserführung zu den Befestigungspunkten entsteht. Übergänge und Überlappungen werden nach Möglichkeit zusätzlich verklebt, um eine geschlossene Deckung zu erhalten.

Schritt 5: Zweite Schicht für eine doppelte Deckung

In vielen Fällen empfiehlt sich eine zweite Schicht Dachpappe, um eine doppelte Deckung zu erreichen. Sie erhöht die Sicherheit der Abdichtung und verbessert die Haltbarkeit. Die zweite Lage wird erst verlegt, wenn die erste Lage vollständig verlegt und trocken ist.

Wichtig ist der Versatz der Nähte. Die Bahnen der zweiten Lage werden so angeordnet, dass die Stöße nicht direkt über den Stößen der ersten Lage liegen. Dadurch entstehen keine durchgehenden Fugen durch beide Schichten, was die Dichtung deutlich verbessert. Je nach Produkt werden die Bahnen der zweiten Lage zusätzlich geklebt oder, bei dafür geeigneten Untergründen und ausreichender Erfahrung, verschweißt.

Schritt 6: Abschlüsse und Anschlüsse sorgfältig ausführen

Zum Schluss werden alle Dachränder und Anschlüsse bearbeitet. Sie sind in der Praxis häufige Schwachstellen, wenn es um die Dichtigkeit eines Dachs geht. An Traufen, Giebelseiten und Wandanschlüssen kommen oft zusätzliche Zuschnitte zum Einsatz, die über kritische Bereiche gelegt und sorgfältig mit der vorhandenen Dachhaut verbunden werden.

An Dachrändern können Dachrandprofile aus Metall sinnvoll sein. Sie schützen die Dachpappe vor Windangriffen und mechanischen Belastungen und sorgen dafür, dass der Überstand nicht ausreißt. Rohrdurchführungen, Lüftungsöffnungen und ähnliche Punkte werden mit Manschetten oder passgenauen Zuschnitten aus Bitumenbahn umhüllt. Hier ist es wichtig, mit geeigneten Dichtmassen zu arbeiten, damit sich Materialübergänge dauerhaft verbinden.

Wer sich für kaltselbstklebende Bitumenbahnen entscheidet, arbeitet die Anschlüsse häufig mit zusätzlichen Klebestreifen oder Reparaturbändern nach. Bei Schweißbahnen kommt die Flamme gezielt zum Einsatz, um die Bitumenoberflächen zu verbinden. In beiden Fällen gilt: Anschlüsse werden in Ruhe, sauber und in mehreren Arbeitsschritten ausgeführt, damit keine offenen Kanten oder Taschen entstehen, in denen sich Wasser sammeln kann.

Was ist beim Verlegen von Dachpappe auf Flachdächern und besonderen Dachformen zu beachten?

Flachdächer gelten als empfindlich, wenn die Abdichtung nicht sorgfältig geplant und ausgeführt wird. Aufenthaltsbereiche, Dachterrassen oder Dächer mit aufgestellten Anlagen stellen hohe Anforderungen an Material, Aufbau und Ausführung. Dachpappe eignet sich hier überwiegend als Teil einer mehrlagigen Bitumenabdichtung, die nach festen Regeln geplant wird.

Ein zentraler Punkt ist das Gefälle. Stehendes Wasser belastet jede Dachhaut. Deshalb werden auch Flachdächer meist mit einem leichten Gefälle ausgeführt, das das Wasser zu Abläufen oder Rändern führt. Je geringer die Dachneigung, desto wichtiger sind eine saubere Verlegung, ausreichend Überlappungen und eine vollflächige Verbindung der Bitumenbahnen.

Gerade bei Garagen und Carports mit nahezu waagerechter Dachfläche lohnt sich eine hochwertige Decklage. Eine einfache Lage Dachpappe kann kurzfristig dicht sein, gerät jedoch unter Witterungseinflüssen schnell an Grenzen. Wer die Lebensdauer erhöhen möchte, setzt auf mehrere Lagen Bitumenbahnen, ergänzt um Schutzschichten wie Kiesschüttungen oder Plattenbeläge, wenn der Aufbau dies erlaubt.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen außerdem Anschlüsse an aufgehende Bauteile, etwa an Hauswände, an Dachaufbauten oder an Attiken. Hier treffen unterschiedliche Materialien aufeinander, die sich bei Temperaturschwankungen verschieden ausdehnen. Bewegungsfugen, abgestimmte Anschlussdetails und die richtige Wahl der Dichtstoffe sind entscheidend. In diesen Bereichen ist oft der Dachdecker gefragt, um Schäden durch eindringendes Wasser zu vermeiden.

Welche typischen Fehler beim Verlegen von Dachpappe lassen sich vermeiden?

Viele Probleme mit undichten Dächern gehen auf Fehler zurück, die sich mit etwas Sorgfalt verhindern lassen. Wer Dachpappe verlegen möchte, profitiert davon, typische Stolpersteine zu kennen.

Häufige Fehler sind unter anderem:

  • Zu geringe Überlappungen
    Werden die Bahnen nur wenige Zentimeter überlappend verlegt, können sich Fugen öffnen. Empfohlen sind in der Regel etwa 8 bis 10 Zentimeter Überlappung, je nach Produkt auch mehr.
  • Fehlende oder falsche Befestigung
    Zu wenig Nägel, schief eingeschlagene Nägel oder Befestigungspunkte zu nah an der Bahnenkante führen dazu, dass die Dachhaut sich bei Wind und Temperaturschwankungen bewegt und Risse entstehen.
  • Verlegen auf feuchtem oder verschmutztem Untergrund
    Staub, Holzspäne, Feuchtigkeit oder Eis unter der Dachpappe verhindern den festen Verbund zwischen Untergrund und Abdichtung. Die Folge sind Hohlstellen oder Blasen, in denen sich Wasser sammeln kann.
  • Kein Versatz der Nähte bei zwei Lagen
    Wenn die zweite Schicht Dachpappe ohne Versatz auf die erste gelegt wird, entstehen durchgehende Fugen, durch die Wasser eindringen kann. Ein versetztes Muster erhöht die Sicherheit erheblich.
  • Unsaubere Ausbildung von Dachrändern und Durchdringungen
    Offene Kanten, unzureichend ausgeführte Manschetten oder fehlende Dichtstoffe an Rohrdurchführungen sind typische Ursachen für Feuchtigkeitsschäden.
  • Arbeiten bei ungeeigneter Witterung
    Sehr hohe Temperaturen können dazu führen, dass sich Bahnen zu stark ausdehnen, Kälte und Frost machen sie spröde. Die Arbeit an zügigen, trockenen Tagen mit moderaten Temperaturen führt in der Regel zu besseren Ergebnissen.

Wer diese Punkte berücksichtigt, verringert das Risiko von Undichtigkeiten deutlich. Insbesondere bei kritischen Dachtypen wie Flachdächern wirkt sich saubere Detailarbeit direkt auf die Haltbarkeit aus.

Mit welchen Kosten und welcher Lebensdauer ist bei Dachpappe zu rechnen?

Dachpappe gehört zu den vergleichsweise günstigen Möglichkeiten, eine Dachfläche abzudichten. Die tatsächlichen Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: Qualität der Bahnen, Anzahl der Lagen, gewählte Befestigungsmittel und eventuelle Zusatzbauteile wie Dachrandprofile.

Für einfache Bahnen liegen die reinen Materialkosten pro Quadratmeter deutlich niedriger als bei hochwertigen Schweißbahnen. Wer nur ein kleines Gartenhaus abdichtet, kommt oft mit überschaubaren Mengen aus. Werden zwei Lagen, spezielle Deckbahnen oder zusätzliche Schutzschichten eingesetzt, steigt der Materialbedarf entsprechend. Hinzu kommen Dachpappennägel, Kleber oder Dichtmassen. Wer einen Dachdecker mit der Ausführung beauftragt, muss neben dem Material auch die Arbeitszeit einkalkulieren.

Die Haltbarkeit der Abdichtung hängt nicht nur von der Qualität der Bahnen ab, sondern auch von der Dachneigung, der Ausrichtung und der Witterung. Auf Flachdächern mit hoher Sonneneinstrahlung und großen Temperaturunterschieden werden Bitumenbahnen stark beansprucht. UV-Strahlung, Frost und stehendes Wasser verkürzen die Nutzungsdauer. Mit einer fachgerecht ausgeführten mehrlagigen Abdichtung lassen sich jedoch Standzeiten erzielen, die für viele Jahre Schutz bieten.

Regelmäßige Kontrolle kann die Lebensdauer verlängern. Kleine Risse, offene Nähte oder beschädigte Bereiche lassen sich mit geeigneten Reparaturprodukten abdichten, bevor größere Schäden entstehen. So wird aus der vergleichsweise günstigen Dachpappe eine auf Dauer wirtschaftliche Lösung.

Wann sollte ein Fachbetrieb die Dachpappe verlegen?

Es gibt viele Situationen, in denen Eigenleistung beim Verlegen von Dachpappe gut funktioniert. Bei kleinen Gartenhäusern, Schuppen oder Carports mit überschaubarer Dachfläche lassen sich viele Arbeiten mit sorgfältiger Vorbereitung und einer verständlichen Anleitung in Eigenregie umsetzen.

Sobald es jedoch um bewohnte Gebäude, große Flachdächer oder komplizierte Anschlussdetails geht, ist ein Dachdeckerbetrieb die bessere Wahl. Wohnhausdächer sind häufig Teil eines mehrschichtigen Aufbaus, bei dem die Abdichtung eng mit Dämmung, Statik und Brandschutz verknüpft ist. Fehler in diesem Bereich können zu erheblichen Folgeschäden führen.

Auch bei Dächern mit Dachterrassen, schweren Belägen oder aufgestellten Anlagen lohnt sich die Einbindung eines Profis. Hier müssen Lasten, Bewegungen und Witterungseinflüsse gemeinsam betrachtet werden. Ein Fachbetrieb kennt die einschlägigen technischen Regeln, wählt passende Dachdichtungsbahnen aus und übernimmt die Verantwortung für Planung und Ausführung.

Eine sinnvolle Lösung kann darin bestehen, dass Bauherren bestimmte Vorarbeiten übernehmen, etwa den Aufbau der Holzschalung oder das Entfernen alter Schichten. Die eigentliche Verlegung der Dachpappe, insbesondere bei mehreren Lagen oder Schweißbahnen, wird dann professionell ausgeführt.

Häufige Fragen zum Verlegen von Dachpappe

Wie viele Lagen Dachpappe sind sinnvoll?

Für einfache Dächer von Schuppen oder Gartenhäusern wird mindestens eine Lage Dachpappe verwendet. In vielen Fällen ist eine zweite Schicht aber empfehlenswert, weil sie die Abdichtung deutlich sicherer macht. Die doppelte Deckung verteilt Belastungen besser und verhindert, dass eine einzelne schwache Stelle zu einem direkten Wassereintritt führt. Auf Flachdächern, die stärker beansprucht werden, kommen meist mehrlagige Bitumenbahnen mit abgestimmten Schichten zum Einsatz.

Kann neue Dachpappe auf alte Dachpappe verlegt werden?

Neue Dachpappe kann grundsätzlich auf alte Dachpappe verlegt werden, wenn die vorhandene Schicht noch fest und weitgehend intakt ist. Wichtig ist, dass keine losen Bereiche, Blasen oder tiefen Risse vorhanden sind. Der Untergrund wird gereinigt und bei Bedarf mit geeigneten Produkten vorbereitet, bevor die neue Lage aufgelegt wird. Ist die alte Dachpappe stark beschädigt oder löst sie sich vom Untergrund, sollte sie vollständig entfernt werden, um einen zuverlässigen Aufbau zu erreichen.

Nageln oder Kleben – welche Befestigung eignet sich besser?

Bei vielen kleineren Dächern werden beide Methoden kombiniert. Die erste Lage wird häufig mit Dachpappennägeln befestigt, die Bahnen werden zusätzlich überlappend verlegt und teilweise verklebt. Selbstklebende Bitumenbahnen kommen ohne zusätzliche Befestigung aus, müssen aber auf einem sauberen und geeigneten Untergrund liegen. Auf Flachdächern mit hoher Belastung werden Bitumenbahnen häufig vollflächig verklebt oder verschweißt. Welche Methode im Einzelfall geeignet ist, hängt vom Aufbau, vom Material und von der geplanten Nutzung ab.

Wie viel Überstand sollte Dachpappe haben?

An Traufe und Giebelseiten wird in der Regel ein Überstand von etwa 10 Zentimetern eingeplant. Dieser Überstand sorgt dafür, dass das Wasser nicht direkt an die Konstruktion gelangt, sondern von der Dachfläche abtropft. In Verbindung mit Dachrandprofilen oder Tropfkanten entsteht so ein kontrollierter Wasserablauf. Auch an Wandanschlüssen und Attiken werden Überdeckungen so gewählt, dass keine offenen Kanten in der Fließrichtung des Wassers liegen.

Fazit: Mit sorgfältiger Planung zur dichten Dachfläche

Dachpappe ist ein vielseitiges Material, das auf vielen kleineren Dächern eine zuverlässige Abdichtung bietet. Wer Dachpappe verlegen möchte, profitiert von einer durchdachten Vorbereitung, der richtigen Auswahl der Bitumenbahnen und einer sauberen Verlegung in mehreren Schritten. Eine doppelte Deckung, ausreichende Überlappungen und sorgfältig ausgeführte Anschlüsse erhöhen die Haltbarkeit und schützen die Dachkonstruktion vor Witterungseinflüssen.

Für einfache Dachflächen wie Gartenhäuser, Schuppen oder Garagen lässt sich vieles mit handwerklichem Geschick selbst umsetzen. Bei Flachdächern von Wohngebäuden, komplexen Dachformen oder stark belasteten Dachflächen empfiehlt sich dagegen die Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb. So bleibt die Dachhaut dauerhaft dicht und erfüllt zuverlässig ihre Aufgabe im Gesamtaufbau des Hauses.

Hi ich bin Tomke Schwede, eigentlich bin ich Online-Marketer mit Leib und Seele. Mit meinem eigenen Hausbau aber, habe ich mich dazu entschlossen diesen Blog hier aufzubauen. In dieser Zeit habe ich es gelernt, Bauherr zu sein zu lieben. Nun kann ich meine beiden Leidenschaften verbinden und unterstütze Bauherren und werdende Bauherren dabei erfolgreich zum eigenen Haus zu kommen. Ich teile dabei mein Wissen, welches ich mir durch echte eigene Erfahrungen und sehr viel Recherche aufgebaut habe.
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