Beim Hausbau entscheiden Malerarbeiten maßgeblich darüber, ob ein Gebäude nach dem Einzug fertig wirkt oder ob noch nachgebessert werden muss. Wände, Decken und Fassade prägen den späteren Wohneindruck, und sie sind technisch anspruchsvoller, als viele Bauherren erwarten. Im Gespräch mit erfahrenen Handwerkern wird schnell klar, dass dieses Gewerk häufig unterschätzt wird. Wir haben mit dem Meisterbetrieb Klügl über die zentralen Punkte gesprochen und zeigen Ihnen, warum sich der Blick auf einen Experten für Malerarbeiten aus Weilheim lohnt, wenn Sie qualitativ hochwertige Ergebnisse erwarten.

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Hausbau Blog & Bautagebuch: Herzlich willkommen auf unserem Blog! Heute widmen wir uns einem Thema, das für die Optik und den Schutz des Hauses entscheidend ist: den Malerarbeiten. Dafür haben wir heute einen echten Experten im Interview: Martin Klügl, Geschäftsführung vom Malerbetrieb Klügl. Herr Klügl, viele Bauherren denken beim Malern oft an den letzten, schnellen Feinschliff. Warum ist die richtige Reihenfolge beim Hausbau hier so wichtig?
Martin Klügl: Hallo und danke für die Einladung! Es ist tatsächlich so: Malerarbeiten sind kein Schritt, den man mal eben zwischen Tür und Angel erledigt. Sie folgen einer sehr klaren Logik im Bauablauf. Erst wenn Trockenbau, Putz und Estrich abgeschlossen sind, kommen Grundierung, Spachtelung und der eigentliche Anstrich an die Reihe. Wer hier zu früh ansetzt, riskiert Risse, Fleckenbildung oder Haftungsprobleme.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Was raten Sie Bauherren also ganz konkret?
Martin Klügl: Wir empfehlen Bauherren, frühzeitig mit ihrem Malerbetrieb zu sprechen, damit die Wandflächen optimal vorbereitet werden können. Dabei geht es auch um die Qualitätsstufen für verspachtelte Oberflächen, die üblicherweise von Q1 also der Grundverspachtelung bis zu Q4 für höchste Anforderungen reichen. Für viele Räume ist eine Q2-Spachtelung völlig ausreichend. In Bereichen mit Streiflicht, wie etwa im Wohnzimmer mit großen Fensterfronten, empfehlen wir aus der Praxis jedoch ganz klar eine Q3- oder Q4-Spachtelung.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Schauen wir auf den Innenraum. Reines Weiß ist sicher nicht mehr die einzige Option, oder?
Martin Klügl:Richtig, viele Bauherren wünschen sich heute mehr als reine weiße Wände. Farbkonzepte, Akzentwände und unterschiedliche Oberflächenstrukturen sind extrem gefragt. Wichtig ist dabei: Eine durchdachte Farbplanung beginnt nicht im Baumarkt, sondern bei der Frage, wie ein Raum genutzt wird, wie das Tageslicht einfällt und welche Möbel und Bodenbeläge bereits feststehen. Wir arbeiten als Familienunternehmen seit über 35 Jahren im Raum Weilheim, Wolfratshausen, Bad Tölz und München dabei verbinden wir handwerkliches Wissen stets mit dem nötigen gestalterischen Gespür.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Und wie sieht es mit Tapeten aus? Sind die noch im Trend?
Martin Klügl: Auf jeden Fall, Tapezierarbeiten werden weiterhin sehr häufig nachgefragt. Vliestapeten und Strukturtapeten sind beispielsweise ein gängiges und tolles Mittel, um kleinere Unebenheiten im Untergrund zu kaschieren und dem Raum zugleich Atmosphäre zu verleihen. Wichtig ist aber auch hier, dass der Untergrund gut vorbereitet ist. Eine fehlende Grundierung oder eine zu hohe Restfeuchte können sonst zu unschönen Blasen und Ablösungen führen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Lassen Sie uns nach draußen zur Fassade gehen. Worauf kommt es hier besonders an?
Martin Klügl: Die Fassade ist die Visitenkarte eines Hauses vor allem aber ist sie sein Wetterschutz! Bei Neubauten geht es um den exakt passenden Fassadenanstrich auf WDVS, mineralischem Putz oder anderen Untergründen. Bei Bestandsbauten reden wir häufig über Sanierungen. Es gibt Silikatfarben, Silikonharzfarben und mineralische Systeme, die sich in Eigenschaften wie Diffusionsoffenheit, UV-Beständigkeit und Algenresistenz stark unterscheiden. Meine klare Aussage dazu: Wer hier am falschen Ende spart, riskiert frühere Renovierungskosten.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Wie bereiten Sie eine Fassade vor, bevor gestrichen wird?
Martin Klügl: Ein erfahrener Malermeisterbetrieb prüft vor dem Anstrich immer erst den Untergrund. Wir beurteilen Risse und entscheiden dann, ob Armierungsgewebe, Tiefengrund oder eine vorgeschaltete Reinigung nötig sind. In diesem Zusammenhang gewinnt auch das Trockeneisstrahlen an Bedeutung. Wir setzen dieses Verfahren ein, um Algen, alte Farbschichten oder Verschmutzungen sehr materialschonend und vor allem ohne aggressive Chemie zu entfernen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Gerade bei Sanierungen und Kernsanierungen greifen viele Gewerke ineinander. Wie können Bauherren hier den Überblick behalten?
Martin Klügl:Bei solchen Projekten lohnt es sich, einen Betrieb zu wählen, der mehrere Gewerke koordinieren kann und aus einer Hand denkt. Wenn Maler-, Trockenbau-, Tapezier- und Lackierarbeiten an einem Strang gezogen werden, sparen Bauherren Schnittstellen, Diskussionen und Zeit. Wir wickeln viele Projekte schlüsselfertig ab von der Planung über die Ausführung bis zur Übergabe. Für die Bauherren bedeutet das ganz einfach: Sie haben einen zentralen Ansprechpartner statt einer langen Telefonliste.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Das klingt sehr entspannt für den Bauherren! Wir halten fest: Malerarbeiten prägen den Eindruck eines Hauses enorm, innen wie außen. Und wer auf einen erfahrenen Meisterbetrieb setzt, profitiert von langlebigen Ergebnissen, einer durchdachten Farb- und Materialwahl und einem Ansprechpartner, der das gesamte Projekt im Blick behält. Wer frühzeitig ins Gespräch geht, erspart sich lästige Korrekturschleifen und zieht am Ende in ein Haus ein, das sich auch optisch zu 100 % fertig anfühlt. Herr Klügl, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview!
Martin Klügl: Sehr gerne, ich bedanke mich ebenfalls!



