Eine Schreinerei vom Fachbetrieb in Freising liefert dort passgenaue Lösungen, wo Standardmöbel an ihre Grenzen stoßen: bei schrägen Wänden, ungewöhnlichen Raumzuschnitten, Treppen mit integriertem Stauraum oder Fenstern, die zum Stil des Hauses passen müssen. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, welche Leistungen ein Schreinerei-Fachbetrieb typischerweise abdeckt, woran Sie Qualität erkennen und wie die Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft und Werkstatt üblicherweise abläuft. Begleitend dazu haben wir mit einem regionalen Familienbetrieb gesprochen, dessen Antworten Sie an mehreren Stellen als Interview-Auszüge wiederfinden.

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Interview: Hausbau Blog & Bautagebuch im Gespräch mit der Schreinerei Markus Aschauer
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Herzlich willkommen auf unserem Blog! Heute sprechen wir über ein Thema, bei dem sich viele Bauherren früher oder später entscheiden müssen: Standardware oder Maßfertigung? Dafür haben wir einen echten Experten zu Gast. Wir sprechen mit Markus Aschauer, der Geschäftsführung der Schreinerei Markus Aschauer. Als Schreinerei vom Fachbetrieb in Freising führt er ein Familienunternehmen in der mittlerweile sechsten Generation.
Herr Aschauer, industriell gefertigte Möbel und Bauelemente sind oft günstiger, da sie auf Standardmaße ausgelegt sind. Warum zahlt sich Maßarbeit beim Innenausbau für Bauherren dennoch aus?
Markus Aschauer: Der entscheidende Punkt ist: Im Eigenheim ist selten etwas wirklich Standard. Da endet eine Dachschräge auf einer unpassenden Höhe, der Heizkörper sitzt genau dort, wo das Sideboard hin soll, oder der Flur ist ein paar Zentimeter zu schmal für die fertige Garderobe. Als Schreinerei planen wir solche Lösungen millimetergenau, nutzen den vorhandenen Platz optimal aus und kombinieren Funktion mit Optik. Um es auf den Punkt zu bringen: Maßarbeit ist kein Luxus, sondern oft die langlebigere Lösung weil das Möbelstück passt, hält und mit dem Haus altert.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Woran merken Kunden im Alltag denn den größten Unterschied zur Standardware?
Markus Aschauer: Das merkt man meist an der perfekten Integration. Ein gut geplantes Maßmöbel fällt im Raum gar nicht mehr als störendes oder aufgesetztes Möbel auf es wirkt wie ein Teil des Hauses.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Eine voll ausgestattete Schreinerei ist heute weit mehr als eine reine Möbelwerkstatt. Wenn sich Bauherren Ihr Leistungsspektrum ansehen, was bieten Sie konkret aus einer Hand an?
Markus Aschauer: Wir decken tatsächlich ein sehr breites Spektrum ab. Dazu gehören:
- Fenster und Türen: Aus Holz oder Holz-Aluminium, oft inklusive eigenem Fenster- und Türenstudio zur Bemusterung von Beschlägen, Gläsern und Oberflächen.
- Möbel und Inneneinrichtung: Für Küche, Ess- und Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinder- und Arbeitszimmer sowie Bad und Garderobe.
- Treppenbau: Von der klassischen Wangentreppe über Bolzen- und Spindeltreppen bis zur Raumspar- oder Betontreppe mit Holzauflage, inklusive der passenden Geländer.
- Böden und Wandverkleidungen: Aus Vollholz, Furnier oder Akustikpaneelen.
- Objekteinrichtungen: Für Praxen, Büros und Gastronomie.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Der Vorteil für den Kunden liegt auf der Hand: Er hat einen Ansprechpartner, und die Materialien von Tür, Boden und Möbel lassen sich perfekt aufeinander abstimmen. Welche Bereiche werden denn von Bauherren besonders häufig gemeinsam angefragt?
Markus Aschauer: Sehr oft kommt eine Familie wegen einer neuen Treppe zu uns und nimmt am Ende auch die Innentüren, die Garderobe und das Einbaumöbel im Wohnzimmer aus einer Hand mit, einfach weil die Abstimmung der Schnittstellen so viel unkomplizierter ist.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Nicht jede Werkstatt, die „Schreinerei“ auf das Schild schreibt, leistet dasselbe. Woran erkennen unsere Leser einen seriösen Fachbetrieb?
Markus Aschauer: Es gibt fünf wichtige Indikatoren, auf die man bei der Auswahl achten sollte:
- Persönliches Aufmaß vor Ort: Wer ein verbindliches Angebot erstellt, ohne den Raum gesehen zu haben, arbeitet entweder zu pauschal oder muss später nachfordern.
- Transparente Materialberatung: Ob Eiche, Esche, Nussbaum oder MDF mit Lackoberfläche jedes Material hat Vor- und Nachteile bei Preis, Pflege und Optik. Ein guter Betrieb erklärt diese Unterschiede verständlich.
- Werkstatt und Maschinenpark: Eine eigene Werkstatt mit moderner Technik, wie etwa CNC-Maschinen, ermöglicht präzise Maßarbeit. Reine Handelsbetriebe lassen häufig auswärts fertigen, was die Reaktionszeiten verlängern kann.
- Referenzen aus der Region: Projekte in der Nähe, zum Beispiel im Raum Pfaffenhofen, Freising oder München, zeigen, dass der Betrieb erreichbar ist und auch nach der Montage für Service ansprechbar bleibt.
- Klare schriftliche Angebote: Positionen, Materialien, Oberflächen, Beschläge und Montageleistungen sollten einzeln aufgeführt sein.
Wir nehmen uns für das erste Aufmaß bewusst Zeit. Das ist die Grundlage für alles, was danach kommt und ehrlich gesagt auch der Moment, in dem Kunde und Schreiner merken, ob sie zueinander passen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Wie läuft so ein Schreinerauftrag von der ersten Idee bis zur Umsetzung ab?
Markus Aschauer: Ein typisches Projekt lässt sich in fünf Phasen denken: Es beginnt mit dem Erstgespräch und der Bedarfsklärung. Dann folgen Aufmaß und Entwurf, danach das verbindliche Angebot mit der Materialauswahl. Schließlich geht es in die Fertigung in der Werkstatt und endet mit der Lieferung und Montage vor Ort.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Was unterschätzen Bauherren in dieser Planungsphase am häufigsten?
Markus Aschauer:Ganz klar: Die Vorlaufzeit. Zwischen Auftragserteilung und Einbau können je nach Auslastung und Material mehrere Wochen liegen. Eine gute Treppe oder ein Fensterauftrag ist kein Lagerprodukt wer früh anfragt, hat mehr Auswahl bei Material und Terminen. Man sollte diese Zeit beim Hausbau also frühzeitig einplanen, besonders bei Gewerken wie Treppen und Fenstern, die tief in die Rohbauphase hineinreichen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Lassen Sie uns zum Abschluss über den regionalen Aspekt sprechen. Warum ist es so wichtig, auf einen Betrieb aus der Umgebung zu setzen?
Markus Aschauer: Holz ist ein lebendiges Material. Es arbeitet, reagiert auf das Raumklima und benötigt von Zeit zu Zeit Pflege oder kleine Nacharbeiten. Genau deshalb ist räumliche Nähe zum Fachbetrieb so wertvoll. Wenn Sie im Landkreis Pfaffenhofen oder im Raum Freising und München bauen, profitieren Sie davon, dass unsere Werkstatt in überschaubarer Anfahrt liegt. Zudem zeigt unser Familienbetrieb, dass Tradition und moderne Fertigung keine Gegensätze sind. Die Kombination aus generationenübergreifender Erfahrung und aktuellem Maschinenpark trägt maßgeblich dazu bei, dass ein Maßmöbel über lange Zeit hält.
Wir bauen nicht für eine Saison, sondern für die nächste Generation. Das ist auch der Anspruch, den ein Familienbetrieb in sechster Generation an sich selbst hat.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Herr Aschauer, wir danken Ihnen für dieses aufschlussreiche Gespräch!



