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Immobilienverkauf im Eigenheim planen: Wie Sie Wert, Zeitpunkt und Ablauf realistisch einschätzen

Inhaltsverzeichnis

Wer sein Eigenheim verkaufen möchte, sollte drei Werte sauber unterscheiden: den Sachwert des Gebäudes, den Bodenrichtwert des Grundstücks und den Marktwert, der sich aus tatsächlich erzielten Preisen in der Umgebung ergibt. Erst wenn diese Grundlagen stehen, lassen sich Zeitpunkt und Ablauf realistisch planen. Wer ein Haus baut oder saniert, denkt selten sofort an einen späteren Verkauf. Doch spätestens wenn sich die Lebenssituation ändert Familienzuwachs, beruflicher Wechsel, Erbfall oder Trennung wird aus dem Eigenheim ein wirtschaftliches Thema. Wenn Sie IhreImmobilie bewerten lassen möchten, sollten Sie deshalb vor dem Verkaufsschild im Vorgarten mit einer fundierten Wertermittlung beginnen.

Wertermittlung: Warum der Bauchpreis fast immer falsch liegt

Viele Eigentümer schätzen ihr Haus zu hoch ein, weil sie eigene Investitionen und emotionale Erinnerungen einrechnen. Der Markt orientiert sich jedoch an anderen Faktoren: Lage, Baujahr, Zustand, energetischer Standard, Grundriss und aktuelle Nachfrage. Für die Bewertung nutzen Sachverständige in Deutschland üblicherweise drei Verfahren, die in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) geregelt sind – das Vergleichswert-, das Ertragswert- und das Sachwertverfahren. Für ein selbstgenutztes Einfamilienhaus ist das Vergleichswertverfahren häufig gut geeignet, sofern genügend Vergleichsobjekte vorliegen.

Ein häufiger Fehler: Modernisierungskosten werden linear auf den Preis addiert. Eine neue Küche erhöht den Verkaufswert in der Regel nicht um den vollen Investitionsbetrag, sondern um den Betrag, den ein Käufer für die verbleibende Nutzungsdauer dieser Küche zu zahlen bereit ist. Ähnlich verhält es sich mit Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder gedämmten Fassaden sie können die Amortisationszeit für den Käufer verkürzen, ersetzen aber keinen Marktpreis.

Energieausweis, Grundbuch, Unterlagen: Was Sie früh zusammensuchen sollten

Der Energieausweis ist beim Verkauf nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) grundsätzlich vorgeschrieben und muss Kaufinteressenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden. Wenn Sie erst kurz vor dem Notartermin nach Grundrissen, Baubeschreibung, Teilungserklärung oder Modernisierungsnachweisen suchen, verlieren Sie Zeit und Verhandlungsposition. Sinnvoll ist eine Sammelmappe mit:

  • einem aktuellen Grundbuchauszug,
  • Flurkarte und Auszug aus dem Bebauungsplan,
  • Energieausweis mit Angaben zum Endenergiebedarf oder -verbrauch,
  • Wohn- und Nutzflächenberechnung,
  • Nachweisen über Sanierungen an Dach, Fenstern und Heizung.

Diese Unterlagen sind die Grundlage, auf der ein Makler oder Gutachter eine belastbare Bewertung erstellt. Ohne diese Papiere bleibt jede Wertaussage eine Schätzung.

Regionale Unterschiede: Warum Ratingen, Düsseldorf und das Ruhrgebiet unterschiedlich ticken

Der Immobilienmarkt ist kein bundesweiter Einheitsraum. In Ballungsräumen wie Düsseldorf oder Ratingen liegen die Quadratmeterpreise erfahrungsgemäß über dem Bundesschnitt, während in Teilen des Ruhrgebiets bei vergleichbarer Bausubstanz häufig niedrigere Preise erzielt werden. Für eine realistische Einschätzung braucht es lokale Marktkenntnis: Wer weiß, welche Straßenzüge in Ratingen gefragt sind, welche Grundstücke in einzelnen Düsseldorfer Stadtteilen schwerer verkäuflich sind und wo im Kreis Mettmann Bieterverfahren funktionieren, kann den Angebotspreis so ansetzen, dass er Interessenten anzieht, ohne Geld liegen zu lassen.

Als regionaler Makler mit Sitz in Ratingen stützt die GFU Immobilien OHG ihre Einschätzungen auf tatsächlich abgeschlossene Verträge und nicht allein auf Portal-Angebotspreise, die häufig über dem später realisierten Kaufpreis liegen. So erhalten Sie eine belastbare Grundlage für Ihre Verkaufsentscheidung, kombiniert mit persönlicher, familiärer Beratung und einer fairen Komplettabwicklung von der Objektbewertung bis zum Vertragsabschluss.

Verkaufsablauf: Von der Bewertung bis zum Notartermin

Ein strukturierter Verkauf läuft in klaren Schritten ab: Wertermittlung, Unterlagenaufbereitung, Exposé, Vermarktung, Besichtigungen, Preisverhandlung, Reservierung, Notarvertrag, Übergabe. Zwischen erstem Angebot und Kaufpreiszahlung vergehen selbst bei zügigem Ablauf in vielen Fällen mehrere Monate. Wenn Sie diesen Zeitraum unterschätzen, geraten Sie unter Druck vor allem, wenn parallel ein neues Objekt finanziert werden soll.

Wichtig ist auch die steuerliche Seite: Wird eine vermietete oder anderweitig nicht selbst genutzte Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf wieder verkauft, kann nach § 23 EStG Spekulationssteuer auf den Veräußerungsgewinn anfallen. Für selbst genutzte Objekte gilt eine Ausnahme, sofern sie im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden. Für die individuelle Beurteilung sollten Sie eine steuerliche Beratung hinzuziehen.

Makler oder Privatverkauf: Eine nüchterne Abwägung

Ein Privatverkauf spart die Maklerprovision, kostet aber Zeit, Nerven und häufig auch Verhandlungsspielraum. Wenn Sie beruflich stark eingebunden sind, ein erklärungsbedürftiges Objekt haben oder auf Anonymität Wert legen, fahren Sie mit einem regionalen Makler oft besser. Nach der seit Ende 2020 geltenden gesetzlichen Neuregelung zur Verteilung der Maklerkosten (§§ 656a ff. BGB) darf beim Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung an einen Verbraucher der Käufer maximal den Anteil tragen, den der Verkäufer selbst trägt in der Praxis werden die Kosten daher meist hälftig geteilt.

Am Ende zählt, dass der Verkaufsprozess sauber vorbereitet ist. Eine realistische Bewertung, vollständige Unterlagen und eine klare Zeitplanung entscheiden stärker über den erzielten Preis als jeder Hochglanz-Prospekt.

Hi ich bin Tomke Schwede, eigentlich bin ich Online-Marketer mit Leib und Seele. Mit meinem eigenen Hausbau aber, habe ich mich dazu entschlossen diesen Blog hier aufzubauen. In dieser Zeit habe ich es gelernt, Bauherr zu sein zu lieben. Nun kann ich meine beiden Leidenschaften verbinden und unterstütze Bauherren und werdende Bauherren dabei erfolgreich zum eigenen Haus zu kommen. Ich teile dabei mein Wissen, welches ich mir durch echte eigene Erfahrungen und sehr viel Recherche aufgebaut habe.

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