Wer ein Haus baut oder saniert, denkt zuerst an Grundriss, Fassade und Innenausbau. Der Garten und die Flächen rund ums Haus geraten dabei oft in den Hintergrund dabei prägen Einfahrt, Terrasse und Wege das Grundstück über Jahrzehnte und entscheiden mit, wie gut ein Haus im Alltag funktioniert. Gerade in Regionen mit Hanglage, Frost und Starkregen wie im Raum Passau lohnt sich ein genauer Blick auf Planung, Material und Bauweise, bevor die ersten Steine verlegt werden. Wir haben mit Florian Johannes Spitzenberger gesprochen, dem Inhaber von Gartengestaltung Spitzenberger in Passau. Im Interview erklärt er, was nachhaltige Gartengestaltung für ihn bedeutet, wie ein Gartenprojekt typischerweise abläuft und worauf es bei Pflasterarbeiten in der Region besonders ankommt.

Das Gespräch mit Florian Johannes Spitzenberger
Hausbau Blog & Bautagebuch: Herr Spitzenberger, stellen Sie sich kurz vor wer steht hinter Gartengestaltung Spitzenberger?
Florian Johannes Spitzenberger: Ich bin Florian Johannes Spitzenberger, Inhaber von Gartengestaltung Spitzenberger mit Sitz in der Schaldinger Straße in Passau. Unser Team versteht sich als Meisterbetrieb für Garten- und Landschaftsbau und begleitet Kundinnen und Kunden von der ersten Idee über die Planung bis zur Ausführung und anschließenden Pflege – von der Gartenplanung bis hin zuzuverlässigen Pflasterarbeiten in Passau. Uns ist wichtig, dass jeder Garten zu den Menschen passt, die ihn nutzen deshalb setzen wir nicht auf Standardlösungen, sondern entwickeln jedes Konzept individuell aus der Beratung vor Ort heraus. Nachhaltigkeit ist für uns dabei kein Zusatzangebot, sondern Grundhaltung: Wir arbeiten mit ressourcenschonenden Methoden, setzen auf regionale Materialien und wollen Außenanlagen schaffen, die über viele Jahre hinweg funktionieren, statt nach kurzer Zeit wieder Probleme zu machen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Was bedeutet nachhaltige Gartengestaltung für Sie ganz konkret?
Florian Johannes Spitzenberger: Nachhaltigkeit fängt für mich schon bei der Planung an, nicht erst bei der Pflanzenwahl. Wir schauen uns an, wie ein Grundstück natürlich funktioniert wie Wasser abfließt, wo die Sonne steht, welcher Boden vorhanden ist und richten das Konzept danach aus, statt gegen die Gegebenheiten zu arbeiten. Konkret bedeutet das: möglichst regionale Materialien, um Transportwege kurz zu halten und lokale Betriebe zu stärken, langlebige Bauweisen, die nicht nach wenigen Jahren erneuert werden müssen, und wo sinnvoll versickerungsfähige Flächen statt durchgängiger Versiegelung. Auch bei der Bepflanzung setzen wir auf standortgerechte Arten, die mit dem regionalen Klima gut zurechtkommen und langfristig pflegeleicht bleiben. Nachhaltigkeit heißt für uns also nicht Verzicht, sondern durchdachte Entscheidungen, die Garten, Umwelt und Nutzung in Einklang bringen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Wie läuft ein typisches Gartenprojekt bei Ihnen ab?
Florian Johannes Spitzenberger: Am Anfang steht immer ein persönliches Gespräch vor Ort. Wir schauen uns das Grundstück an, hören zu, welche Nutzung sich die Kundinnen und Kunden wünschen, und erfassen die baulichen Rahmenbedingungen wie Untergrund, Gefälle oder bestehende Anschlüsse. Daraus entwickeln wir ein Konzept mit konkreten Vorschlägen zu Material, Pflanzung und Flächenaufteilung, das wir gemeinsam verfeinern, bis es passt. Erst dann folgt die Umsetzung durch unser eigenes Team: Erdarbeiten, Aufbau, Pflasterung, Pflanzung und alle weiteren Gewerke aus einer Hand, damit keine Reibungsverluste zwischen unterschiedlichen Anbietern entstehen. Zum Abschluss übergeben wir die fertige Fläche und erklären, worauf es bei der Pflege ankommt. Wer möchte, kann die laufende Pflege danach auch direkt bei uns beauftragen, sodass der Garten über die Jahre in guten Händen bleibt.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Pflasterarbeiten klingen erst einmal simpel Wege, Einfahrten, Terrassen. Warum ist das mehr als nur Steine verlegen?
Florian Johannes Spitzenberger: Weil eine Pflasterfläche das ganze Grundstück trägt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Eine Einfahrt muss dauerhaft Gewicht aushalten, ein Weg lenkt Besucher zum Eingang, eine Terrasse verbindet Haus und Garten. Wenn der Unterbau nicht stimmt oder die Entwässerung fehlt, zeigen sich die Probleme oft erst nach dem ersten strengen Winter oder Starkregen dann ist die Sanierung deutlich aufwendiger, als es von Anfang an richtig zu machen. Klare Vorgaben etwa zu Gefälle, Fugen und Maßtoleranzen nach DIN 18318 geben dabei eine gute Orientierung. Deshalb betrachten wir jede Pflasterfläche als Teil der gesamten Gartengestaltung und nicht als isolierte Baustelle. Material, Verlegemuster, Randeinfassung und Entwässerung werden gemeinsam geplant, damit die Fläche zur Architektur des Hauses und zur Nutzung passt und über viele Jahre stabil bleibt.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Welche Besonderheiten stellt eine Stadt wie Passau an Pflasterflächen – Stichwort Hanglage, Frost, Starkregen?
Florian Johannes Spitzenberger: Passau liegt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, das Gelände ist entsprechend hügelig, und viele Grundstücke haben spürbare Hanglagen. Das verlangt nach passenden Einfassungen, Stufen und manchmal Stützelementen, damit Flächen dauerhaft sicher bleiben und nicht abrutschen. Hinzu kommt der ausgeprägte Jahreszeitenwechsel: Auf strenge Winter mit Frost folgen zunehmend auch Phasen mit Starkregen im Sommer. Für Pflasterflächen bedeutet das vor allem zwei Dinge: einen frostsicheren Aufbau, der über den Winter nicht arbeitet, und eine durchdachte Entwässerung, die Wasser kontrolliert ableitet oder versickern lässt, statt es einfach Richtung Haus oder Nachbargrundstück laufen zu lassen. Wir klären solche Punkte immer gemeinsam mit den Eigentümern vor Ort, weil nur der konkrete Untergrund und die Wasserführung zeigen, welche Lösung tatsächlich trägt.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Welche Materialien empfehlen Sie für Pflasterflächen, und warum setzen Sie auf regionale Herkunft?
Florian Johannes Spitzenberger: Das hängt stark von der Nutzung ab. Für stark befahrene Einfahrten eignen sich häufig robuste Natursteine wie Granit oder widerstandsfähiger Betonwerkstein, für Terrassen und Sitzbereiche greifen viele eher zu großformatigem Naturstein, Muschelkalk oder Keramik, weil sie angenehm zu begehen und farbstabil sind. Fachliche Hintergründe zum Pflastern mit Betonsteinen helfen dabei, die richtige Verlegetechnik für den jeweiligen Einsatzzweck zu wählen. Wo es zum Gesamtbild passt, kombinieren wir feste Flächen zusätzlich mit versickerungsfähigen Bereichen wie Rasenfugenpflaster oder Splittfugen. Bei der Herkunft bevorzugen wir, wo es sinnvoll möglich ist, Materialien aus dem bayerischen Raum. Das verkürzt Transportwege, unterstützt Betriebe vor Ort und passt inhaltlich zu unserem Anspruch, ressourcenschonend zu arbeiten. Wichtig ist mir aber, ehrlich zu beraten: Nicht jedes Wunschmaterial passt zu jeder Nutzung, und manchmal ist der Hinweis auf eine robustere Alternative langfristig die bessere Empfehlung.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Wie sieht Ihr Einzugsgebiet aus arbeiten Sie nur in der Stadt Passau oder auch darüber hinaus?
Florian Johannes Spitzenberger: Unser Sitz ist in der Schaldinger Straße in Passau, von dort aus betreuen wir Projekte im gesamten Stadtgebiet sowie in den umliegenden Gemeinden im Landkreis Passau. Viele unserer Kundinnen und Kunden kommen direkt aus der Stadt, aber auch ländlichere Grundstücke mit größeren Freiflächen oder ausgeprägter Hanglage gehören zu unserem Alltag. Wenn jemand nicht sicher ist, ob der eigene Standort noch im Servicegebiet liegt, sprechen wir das offen an und schauen uns die Anfahrt gemeinsam an, statt Anfragen einfach abzulehnen. Gerade bei größeren Projekten mit Erdarbeiten und Pflasterflächen ist es uns wichtig, die Gegebenheiten vorab realistisch einzuschätzen, damit später keine Überraschungen bei Terminen oder Aufwand entstehen.
Hausbau Blog & Bautagebuch: Welchen Rat geben Sie Bauherrinnen und Bauherren, die ihren Garten neu gestalten möchten?
Florian Johannes Spitzenberger: Nehmen Sie sich für die Planung Zeit, bevor die erste Fläche gepflastert oder die erste Pflanze gesetzt wird. Viele Probleme entstehen, weil Entwässerung, Untergrund oder spätere Nutzung erst im Nachhinein bedacht werden. Es lohnt sich, früh mit einem Fachbetrieb über die eigenen Wünsche zu sprechen, aber auch über die tatsächlichen Gegebenheiten des Grundstücks Hanglage, Bodenbeschaffenheit, Sonnenstand oder vorhandene Anschlüsse. Wer zusätzlich auf regionale Materialien und eine durchdachte, versickerungsfähige Flächengestaltung setzt, profitiert doppelt: von einer Fläche, die dauerhaft funktioniert, und von einem Garten, der auch im Sommer und bei stärkerem Regen gut mit dem Wasser umgeht. Am Ende zahlt sich eine sorgfältige Planung immer aus unabhängig davon, welcher Betrieb sie am Ende umsetzt.



