Wer ein Haus baut, denkt meistens erst einmal in Beton, Ziegeln und Fliesen. Die Wochenenden verbringt man in Küchenstudios oder bemustert Steckdosen und Bodenbeläge. Der Garten? Das ist für viele ein Projekt, das erst nach dem Einzug angegangen wird wenn wieder Ruhe eingekehrt ist und das Budget es zulässt.

Doch genau hier liegt ein klassischer Denkfehler, der später oft für Frust und unnötige Mehrkosten sorgt. Wer den Garten erst plant, wenn der Zaun bereits steht und der Rollrasen eigentlich schon liegen sollte, stellt oft fest, dass wichtige Vorbereitungen fehlen.
Ob es die vergessene Stromleitung für die Gartenbeleuchtung ist oder der Bagger, der nun nicht mehr hinter das Haus kommt, weil die Garage im Weg steht: Ein Garten ist kein bloßes Anhängsel des Hauses, sondern eine Erweiterung des Wohnraums.
Um herauszufinden, wie man die Gestaltung der Außenanlagen clever in die Bauphase integriert, haben wir heute einen Profi an unserer Seite. Die Andreas W. Berchtold GmbH zeigt uns, wie man von Anfang an die richtigen Weichen stellt, damit das Grundstück direkt nach dem Einzug zum Wohlfühlort wird.
Der strategische Startschuss: Wann geht es los?
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Herr Berchtold, viele Bauherren befassen sich erst mit dem Garten, wenn der Innenputz trocknet oder das Haus bereits bezogen ist. Wann ist aus professioneller Sicht der ideale Zeitpunkt, um mit der Außenplanung zu beginnen, und welche technischen Vorbereitungen am Rohbau darf man auf keinen Fall verschlafen?
Andreas W. Berchtold:
Ein schöner Garten – quasi das Wohnzimmer im Freien erfordert ebenso wie das Haus eine professionelle Planung und ein solides Budget. Wir empfehlen unseren Kunden daher, uns bereits parallel zur Hausplanung einzubinden. Diese frühzeitige Abstimmung ist essenziell: Nur so lässt sich klären, wie der Traumgarten aussehen soll, wo Kabel für die Beleuchtung verlegt werden müssen, wo Fundamente für Gartenhäuser nötig sind oder an welcher Stelle ein Schwimmteich technisch sinnvoll realisiert werden kann.
Architektur und Natur als harmonische Einheit
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Sichtachsen aus dem Wohnzimmer, die Ausrichtung der Terrasse oder das Gefälle des Grundstücks: Wie stark sollte das Konzept für den Garten bereits den architektonischen Entwurf des Hauses beeinflussen, damit Innenraum und Außenanlage später nicht wie zwei völlig fremde Welten wirken, sondern fließend ineinandergreifen?
Andreas W. Berchtold:
In der Regel gibt das Haus den Takt vor. Wir gestalten den Garten so, dass er die Architektur des Gebäudes konsequent fortführt. Bei einem modernen Haus mit kubischen Formen setzen wir beispielsweise auf klare, rechtwinklige Linien in der Wege- und Terrassengestaltung. Bei konventionelleren Gebäuden harmonieren hingegen oft geschwungene, weiche Linienführungen besser mit dem Gesamtbild. Ziel ist immer ein stimmiges Gesamtensemble.
Finanzielle Planung ohne böse Überraschungen
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Gegen Ende des Bauprojekts ist das Budget oft stark strapaziert, worunter die Gartengestaltung leidet. Wie lässt sich die Außenanlage bereits in der Kreditphase realistisch kalkulieren, damit am Ende keine bösen finanziellen Überraschungen warten und der Traum vom grünen Wohnzimmer nicht an leeren Kassen scheitert?
Andreas W. Berchtold:
Genau hier liegt der Vorteil einer frühen Planung: Wenn die Außenanlage zeitgleich mit dem Haus projektiert wird, kann das Budget direkt in die Gesamtfinanzierung einfließen. Wir erstellen für unsere Kunden gerne schon in dieser Phase eine detaillierte Planung inklusive Kostenvoranschlag, damit der Traum vom Garten auf einem sicheren finanziellen Fundament steht.
Profi-Wissen gegen klassische Bauherren-Fehler
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Sie begleiten regelmäßig private Bauprojekte und kennen die Tücken vor Ort genau. Welche klassischen Planungsfehler oder vergessenen Details sehen Sie als Experten für Gartenbau in Kaufbeuren bei frischgebackenen Hausbesitzern am häufigsten, die sich mit einer frühzeitigen Abstimmung zwischen Architekt und Galabau leicht hätten vermeiden lassen?
Andreas W. Berchtold:
Ein Klassiker ist die vergessene oder schlicht zu schmale Zuwegung zum Garten oder dass der befestigte Pfad zum Gemüse- und Kräuterbeet im Plan fehlt. Auch Anschlüsse und Leerrohre für die spätere Gartenbeleuchtung werden oft übersehen. Ein immer wichtigeres Thema ist zudem die nachhaltige Bewässerung: In Zeiten der Klimaerwärmung ist eine Zisterne zur Regenwirznutzung fast unverzichtbar, wird aber in der ersten Euphorie häufig nicht eingeplant.
Lebensqualität und Pflegeaufwand im Fokus
Hausbau Blog & Bautagebuch:
Nach dem anstrengenden Hausbau soll der Garten vor allem der Entspannung dienen und nicht noch mehr Arbeit verursachen. Welche Konzepte empfehlen Sie für eine ansprechende, aber gleichzeitig pflegeleichte Außenanlage, damit die Bewohner ihre Zeit auf der Terrasse genießen können, statt jedes Wochenende nur Unkraut zu jäten?
Andreas W. Berchtold:
Es gibt eine einfache Grundregel: Je aufwendiger und detailreicher die Gestaltung, desto intensiver ist meist die Pflege. Eine schlichtere Realisierung reduziert den wöchentlichen Aufwand spürbar. Wer dennoch nicht auf einen anspruchsvollen Garten verzichten möchte, für den halten wir den Rücken frei: Wir unterstützen unsere Kunden gerne und übernehmen die großen Pflegeeinsätze im Frühjahr und Herbst, damit der Garten ein Ort der Erholung bleibt.



